Moskau will Profis als Manager

Staatliche Interventionen nur noch "vorübergehend".
Russland will die Führungsposten seiner großen Staatsbetriebe in Zukunft mit Fachleuten statt mit Bürokraten besetzen. Auch sollten moderne Managementmethoden bei den staatlichen Unternehmen eingeführt werden, sagte der Erste Stellvertretende Ministerpräsident Igor Schuwalow am Sonntag in St. Petersburg.

"Wir werden Bürokraten aus den Staatsbetrieben entfernen und Profis dort unterbringen", sagte Schuwalow am Rande des Petersburger Wirtschaftsforums. Staatliche Intervention im Wirtschaftsleben solle nur noch "vorübergehend und wirkungsvoll" sein.

Keine neuen Medwedews
Unter der Herrschaft von Präsident Wladimir Putin, der nach zwei Amtszeiten im Mai das Amt des Regierungschefs übernahm, war die Rolle der Staatsvertreter in den Firmen drastisch verstärkt worden. Putin brachte zahlreiche enge Vertraute an die Spitze der größten Unternehmen.

Sein Nachfolger im Präsidentenamt, Dimitri Medwedew, war zum Beispiel Aufsichtsratsvorsitzender beim Energiekonzern Gasprom.

Wirtschaftslobbyist erfreut
Ein Wirtschaftslobbyist äußerte sich erfreut über die Ankündigung Schuwalows. "Die übermäßige Einmischung des Staates in die Wirtschaft ist eines der Probleme, die der Geschäftswelt Sorgen bereiten", sagte Alexander Schochin vor Journalisten.

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