Wenig Sympathie für McCain

USA gelten vielen als "Macht des Bösen".
Bei einer Wahl zwischen dem demokratischen US-Präsidentschaftsanwärter Barack Obama und dem republikanischen Kandidaten John McCain bevorzugen die Europäer eindeutig Obama. Der 46-jährige Demokrat erhielt bei einer Umfrage in fünf großen europäischen Staaten die Unterstützung von 52 Prozent der Befragten. Der 71-jährige Republikaner kam lediglich auf 15 Prozent, wie der Londoner "Daily Telegraph" am Freitag berichtete.

Nur 27 Prozent der 6.256 Befragten betrachten die USA als "Kraft des Guten", 56 Prozent hingegen als "Kraft des Bösen".

Bei Deutschen besonders beliebt
Die Umfrage wurde im Auftrag des "Daily Telegraph" von dem Institut YouGov in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Russland durchgeführt. Am knappsten würde ein Rennen Obamas gegen McCain in Russland ausfallen, wo der Vorsprung des demokratischen Bewerbers nur sieben Prozentpunkte beträgt (31 Prozent für Obama, 24 Prozent für McCain, 28 Prozent ohne Festlegung).

In Deutschland kam der Senator von Illinois hingegen auf einen überragenden Vorsprung von 61 Prozentpunkten (67 Prozent für Obama, sechs Prozent für McCain).

Russland "schert aus"
42 Prozent der Befragten in den fünf europäischen Staaten zeigten sich davon überzeugt, dass Obama besser in der Lage sei, die USA aus ihrer derzeitigen Wirtschaftskrise zu führen.

McCain trauten das nur 22 Prozent zu. In diesem Punkt verhielt es sich in Russland umgekehrt: 36 Prozent veranschlagten McCains Wirtschaftskompetenz höher, 28 Prozent sahen Obama in diesem Bereich vorn.

Schlechtes Image
Das Bild der USA in den fünf Ländern ist der Befragung zufolge schlecht. Lediglich in Italien dominiert das Bild von den USA als "Macht des Guten" (49 Prozent) gegenüber dem Bild der "Macht des Bösen" (27 Prozent). Alle Länder zusammengenommen, gelten die USA eher als "Macht des Bösen".

Am schlechtesten fiel die Bewertung in Russland aus. Dort gaben 56 Prozent das negative Urteil ab, rund 16 Prozent das positive.

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