Im Rahmen der großangelegten Razzia, die sich vom nördlichen Italien bis in die Region Kampanien rund um Neapel erstreckte, wurde in der italienischen Hauptstadt auch ein Roma-Lager durchsucht.
Berlusconi will hart durchgreifen
Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat angekündigt, in seiner dritten Amtszeit hart gegen illegal eingereiste Flüchtlinge vorgehen zu wollen. So bereitet seine Regierung bereits neue Gesetze zur Überprüfung von Einwanderern vor.
Innenminister für neues Notstandsgesetz
Innenminister Roberto Maroni von der Lega Nord, die ein hartes Vorgehen gegen Einwanderer befürwortet, bemüht sich derzeit um eine Notstandsgesetzgebung, die trotz der Schengen-Mitgliedschaft Italiens wieder Passkontrollen ermöglichen könnte.
Roms Bürgermeister will 20.000 ausweisen
Auch Roms neuer postfaschistischer Bürgermeister Gianni Alemanno hatte während seines Wahlkampfes damit geworben, 20.000 Ausländer ohne Personalpapiere ausweisen zu wollen.
Gegen Roma und Sinti gerichtet
Die Maßnahmen richten sich insbesondere gegen Sinti und Roma aus Rumänien, die während des Wahlkampfes wiederholt verschiedener Straftaten beschuldigt wurden. In der Vergangenheit hatte es in Italien wiederholt Ausschreitungen gegen Mitglieder dieser Minderheit gegeben.
Treffen mit Rumänien
Kommende Woche soll ein Team aus 15 rumänischen Ermittlern in Rom eintreffen. Sie werden mit der italienischen Polizei bei der Bekämpfung der Kriminalität unter Rumänen in Italien zusammenarbeiten.
Am Donnerstag traf der italienische Innenminister Roberto Maroni mit seinem rumänischen Amtskollegen Cristian David zusammen. Bei dem Gespräch wurde über eine engere Zusammenarbeit zur Bekämpfung der illegalen Einwanderung aus Rumänien und der Kriminalität diskutiert.
Immigration über Meer
Im vergangenen Jahr wurden 1.587 Personen wegen illegaler Immigration festgenommen. 9.592 Ausländer wurden abgeschoben, weitere 10.430 Ausländer wurden wegen verschiedener Verbrechen angezeigt.
Die Zahl der Immigranten, die nach einer Seeüberfahrt illegal in Italien gelandet sind, sank im vergangenen Jahr um sieben Prozent auf 20.455 Personen gegenüber dem Vorjahr.
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