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| ©Bild: AP/Hans Punz |
Gusenbauer nutzte seine Ansprache, um angesichts des Inzestfalles in Amstetten Österreich zu verteidigen. "Wir lassen nicht zu, dass ganz Österreich, dass unsere gesamte Bevölkerung von einem kriminellen, grausamen Einzeltäter in Geiselhaft genommen wird", rief er: "Wir werden das Ansehen unseres Landes verteidigen, liebe Freunde."
"Keine neue Erbsünde andichten"
Gusenbauer zeigte sich betroffen und sprach von unfassbaren Kriminalfällen und Grausamkeit, die über jede menschliche Vorstellungskraft hinausgehe. Man werde alles tun, um das Verbrechen aufzuklären und den Opfern zu helfen.
"Aber wir werden nicht zulassen, dass irgendjemand glaubt, unserer Jugend eine neue Erbsünde andichten zu können. Denn wir sind nicht für jeden einzelnen Kriminellen verantwortlich, ganz im Gegenteil", sagte Gusenbauer.
"Eines der besten Länder"
Österreich sei "eines der sichersten und besten Länder" der Welt. "Das lassen wir uns von niemandem, egal wo auf der Welt, miesmachen", so Gusenbauer.
Steuerreform für Mittelstand
Im Mittelpunkt der Maikundgebung der SPÖ standen soziale Themen. Gusenbauer sprach sich für eine Steuerreform zugunsten des Mittelstands und der Familien aus.
"90 Jahre Republik"
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| ©Bild: APA/Roland Schlager |
"Soziale Gerechtigkeit heißt nicht bitten müssen, sondern Rechte zu haben. Rechte auf soziale Verwirklichung auch bei uns in Österreich", so der Bundeskanzler.
Häupl kritisiert Kdolsky
Wiens SPÖ-Chef Michael Häupl gab sich wieder einmal angriffslustig. Ziel seiner Attacken war Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky (ÖVP): "Wir brauchen eine Gesundheitspolitik in diesem Land, und keine autistische Gesundheitsministerin", sagte er. Von Kdolsky sei schon lange nichts mehr zu sehen, "und tanzen geht sie auch nicht mehr".
Kritik übte der Wiener Bürgermeister an der "Neugebauer'schen Bildungspolitik des 19. Jahrhunderts". Zusätzlich forderte er eine Steuerreform ein, "die den Menschen ermöglicht, ihr Leben zu fristen, und dass auch etwas für sie abfällt in diesem reichen Land" - mehr dazu in oesterreich.ORF.at.
Hundstorfer: ÖGB wieder da
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| ©Bild: APA/Roland Schlager |
Renate Brauner, SPÖ-Frauenchefin und Wiener Vizebürgermeisterin, sprach von einer "machtvollen 1.-Mai-Kundgebung". Nur die Sozialdemokratie verfüge über die richtigen Antworten auf soziale Schieflagen.
Kritik an ÖVP
Mit Ausnahme einiger kritischer Transparente der Parteijugend wurde Gusenbauer auf dem Wiener Rathausplatz freundlich empfangen. Buhrufe und Kritik galten der ÖVP. So wurde die ÖVP als mitgeführter Steinblock dargestellt und mit dem Transparent "Wer bremst, verliert" versehen.
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Gefordert wurde außerdem "Arbeit für alle" und "Ethikunterricht für Platter". Die Parteispitze winkte den Kundgebungsteilnehmern wie üblich mit roten Tüchern von der Tribüne aus zu.
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