Wie sich Snipes verteidigte

Schecks ausgestellt.
Der US-amerikanische Actionschauspieler und reuige Steuerrebell Wesley Snipes, der zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden ist, hat sich vor Gericht für "kostspielige Fehler" entschuldigt. Er sprach aber mit keinem Wort von Steuern.

"Ich bin ein idealistischer, naiver, leidenschaftlicher, wahrheitssuchender und spirituell motivierter Künstler, ungeschult in der Wissenschaft von Recht und Finanzen", sagte Snipes am Donnerstag in Ocala im US-Staat Florida. Dabei sei er in die Irre geleitet worden.

Schecks vor Gericht ausgestellt
Vor der Urteilsverkündung überraschte Snipes das Gericht mit drei Schecks für ungezahlte Steuern. Die Staatsanwaltschaft wollte die Schecks zunächst nicht annehmen, akzeptierte sie dann aber doch.

Sie sprach von einer Anzahlung für die noch nicht genau festgelegte Steuernachforderung. Der Staatsanwalt hatte für jeden Fall einer nicht abgegebenen Steuererklärung ein Jahr Haft beantragt.

"Ernste Straftaten"
Snipes habe über lange Zeit hinweg die Steuergesetze missachtet, sagte Bezirksrichter William Terrell Hodges. "Nach meiner Auffassung sind das ernste Straftaten, auch wenn sie als Vergehen bewertet werden", sagte Hodges.

Der Richter folgte nicht den Bitten der Verteidigung, Snipes nur zu einer Bewährungsstrafe zu verurteilen, und statuierte stattdessen ein Exempel für weitere Steuerrebellen.

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