Denn die mittlerweile Hunderte Frauen zählende Selbsthilfegruppe hat genug von der gesellschaftlich verankerten Diskriminierung in einem der ärmsten Regionen Indiens und beschloss - notfalls auch mit Gewalt - gegen die Missstände vorzugehen.
Gegen prügelnde Ehemänner
Zu spüren bekamen das bereits gewalttätige Ehemänner, untätige Polizisten und korrupte Beamte.
Um die Rechte eines Unberührbaren durchzusetzen wurde dabei auch vor der Erstürmung einer lokalen Polizeistation nicht Halt gemacht, wie das Internet-Portal Asia Sentinel berichtete.
"Niemand kam uns zu Hilfe"
"Niemand kam uns zu Hilfe", deshalb sei man gezwungen gewesen zu handeln, so Sampat Pal Devi, die vor mehr als zwei Jahren die "Pink Gang" ins Leben rief.
Damals entschied Pal Devi, dass der Ehemann ihrer Schwester am eigenen Leib spüren sollte, was er dieser zuvor angetan hatte und erteilte diesen zusammen mit einer Gruppe von Frauen - bewaffnet mit Holzstöcken, Eisenstangen und Cricketschlägern - in einem Zuckerrohrfeld nahe der Ortschaft Attara "eine Lektion".
Mittlerweile ist die "Pink Gang" bereits in mehr als 195 Ortschaften der Region aktiv, wobei man nicht "eine Bande im eigentlichen Sinn, sondern eine Bande der Gerechtigkeit sei", betonte Pal Devi laut BBC.
"Männer werden nervös"
Der einzige Weg, der Diskriminierung von Frauen in der männerdominierten Gesellschaft von Banda entgegenzutreten sei laut Pal Devi, den Männern das Fürchten zu lehren.
Aus diesem Grund habe sie sich entschlossen, die "Pink Gang" zu gründen. Denn während eine einzelne Frau wenig ausrichten kann, werden Männer bei einer Gruppe von Frauen "nervös", so Pal Devi, die gleichzeitig Wert darauf legt, nicht als gewaltbereite Feministin abgestempelt zu werden.
Man erwarte sich lediglich mehr Respekt, was gleichzeitig auch für die Armen und nicht zuletzt die immer noch diskriminierte Kaste der Unberührbaren gilt, die in Uttar Pradesh mehr als 20 Prozent der Bevölkerung ausmachen.
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