Weiterer Zuwachs erwartet

Deutsche Reisebüros optimistisch für 2008.
Die Deutschen werden einer Konjunkturstudie zufolge auch 2008 ihrem Ruf als Reiseweltmeister gerecht. Die Dresdner Bank rechnet in ihrer jährlichen Reiseverkehrsanalyse mit einem Anstieg der Ausgaben für private und geschäftliche Auslandsreisen um erneut vier Prozent auf etwa 63,5 Mrd. Euro.

Reisen hätten unverändert einen hohen Stellenwert für die Deutschen, heißt es in der im Jänner auf der Stuttgarter Reisemesse CMT vorgestellten Untersuchung. Der Konsum dürfte sich in Deutschland insgesamt positiv entwickeln. Ein Großteil der Mehrausgaben werde auf Reisen entfallen, urteilen die Volkswirte der Bank.

Gute Buchungslage für den Sommer
Die deutsche Tourismusbranche startete deshalb optimistisch ins neue Jahr. Die aktuelle Wintersaison laufe gut, für den Sommer lägen die bisherigen Buchungszahlen über den Vorjahreswerten, sagte der Präsident des Deutschen Reiseverbands (DRV), Klaus Laepple, unlängst in Berlin.

Er gehe davon aus, dass auch die Reisebüros in diesem Jahr "erkennbar zulegen" könnten.

Billigere, kürzere Reisen
Die deutsche LTur AG, Europas größter Anbieter für Last-Minute-Reisen, erzielte 2007 nach eigenen Angaben ein "Rekordjahr".

Zwar sei der Umsatz wegen verstärkter Nachfrage nach günstigen Kurzreisen und wegen eines Preisrutsches bei den Badezielen in der Hochsaison nicht gehalten worden - mit 365 Mio. Euro lag dieser knapp unter dem Vorjahr.

Trotz des um 17 Euro auf 465 Euro gesunkenen durchschnittlichen Reisepreises habe das Unternehmen aber eine "Traumrendite" erwirtschaftet, sagte LTur-Chef Karlheinz Kögel vor kurzem. Konkrete Angaben zum Ergebnis machte er nicht.

Billigflieger gewinnen demnach im Vergleich zu Chartergesellschaften zunehmend Anteile im Last-Minute-Geschäft. 2008 traut sich LTur bis zu 15 Prozent mehr Buchungen zu.

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