Inoffizielle Einblicke in PISA 2006

Spanische Zeitung veröffentlicht PISA-Ergebnisse vorab. Österreich hat sich verbessert.
Die spanische Lehrerzeitschrift "Periodico de Magisterio", online zu lesen unter Magisnet.com, hat schon die Ergebnisse der PISA-Studie 2006, die am 4. Dezember offiziell vorgestellt werden soll, veröffentlicht.

Österreich rangiert laut dem von Magisnet dargestellten Ranking beim Schwerpunktthema Naturwissenschaft auf Platz 18 unter 57 Ländern.

Kein Kommentar von Haider
Der österreichische PISA-Koordinator Günter Haider wollte diese Daten bisher nicht bestätigen und verwies auf die offizielle Veröffentlichung am Dienstag.

Weil Naturwissenschaft diesmal Schwerpunktthema der Studie war und bei PISA 2000 sowie 2003 nur verhältnismäßig wenige Naturwissenschaftstestaufgaben abgefragt wurden, lässt sich die Reihung mit den vergangenen Studien nicht direkt vergleichen.

2003 erreichte Österreich 491 Punkte und Rang 20. Im Jahr 2000 war man bei den Naturwissenschaften auf dem achten Platz, war in der Untersuchung 2003 aber dramatisch abgestürzt (allerdings war die Erhebungsmethode 2000 in diesem Bereich noch weniger scharf).

Österreich klar über OECD-Schnitt
In der aktuellen Studie kommt Österreich laut Magisnet auf 511 Punkte und liegt damit klar über dem Durchschnitt von 500 Punkten.

Finnland hat seinen Spitzenplatz laut Magisnet-Angaben erneut behauptet und erreichte mit 563 Punkten den höchsten Wert. Auf dem zweiten Platz liegt Hongkong (542 Punkte) gefolgt von Kanada und Taiwan. Die Schweiz erreicht Platz zwölf, Deutschland liegt auf Rang 13.

Österreich von Platz 23 auf 14
Österreich und Deutschland "haben sich deutlich verbessert", schreibt die spanische Zeitschrift, die vor allem dem spanischen Bildungssystem das schlechte Zeugnis vor Augen führt.

Österreich war 2003 mit 491 Punkten unter dem OECD-Schnitt. Das entsprach damals insgesamt Platz 23. Laut der spanischen Quelle würde Österreich im Mittel auf Platz 14 steigen, Deutschland am Ende sogar auf Platz zehn kommen.

Der PISA-Test 2006
Die Abkürzung PISA steht für "Programme for International Student Assessment". Dahinter verbirgt sich der weltweit größte Schulleistungstest.

Am dritten Testdurchlauf im Frühjahr 2006, der jetzt zur Veröffentlichung ansteht, hatten sich weltweit 57 Nationen beteiligt, darunter alle 30 in der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zusammengeschlossenen Industriestaaten. Der erste Test war 2000, der zweite 2003.

Weltweit arbeiten mehr als 300 Wissenschaftler und ihre Mitarbeiter an Erstellung und Auswertung des Tests. Die Federführung liegt bei der OECD in Paris. PISA fragt nicht das Lehrplanwissen der Schüler ab. Untersucht wird vielmehr ihre Kompetenz, lebensnahe Aufgaben zu lösen.

Neben den Leistungen werden familiärer, sozialer und schulischer Hintergrund der Schüler erfasst sowie Motivation, Lernmethoden und Unterstützung durch die Lehrer untersucht.

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