"Sonst werdet ihr es bereuen"

Freilassung von Islamisten in Wien gefordert.
Die Globale Islamistische Medien Front (GIMF) hat dem ORF-"Report" ein neues islamistisches Drohvideo zugespielt, das sich unter anderem gegen Deutschland und Österreich richtet.

Die Ersteller des Clips nehmen darin auch auf die Festnahme des Islamisten Mohamed M. aus Wien sowie seiner Frau Bezug. Das Innenministerium bestätigte gegenüber der APA die Drohungen, eine konkrete Gefahr sei aber "nicht erkennbar".

Freilassung von Islamisten gefordert
In dem Video wird Deutschland und Österreich indirekt mit Anschlägen gedroht, falls beide Länder nicht ihre Soldaten aus Afghanistan abziehen.

Und die Produzenten des Videos gehen einen Schritt weiter. Sie fordern die Freilassung der beiden in Wien inhaftierten terrorverdächtigten Islamisten. Den beiden im September festgenommenen Personen wird vorgeworfen, Kontakte zum Terrornetzwerk El Kaida betrieben und an der Erstellung des ersten Drohvideos gegen Österreich mitgewirkt zu haben.

Der "Report" entschied, das neue Video zu veröffentlichen, nachdem die zuständigen Behörden informiert und das Video an das Innenministerium weitergeleitet worden war.

"Dasselbe gilt auch für Österreich"
Zu Österreich heißt es erst gegen Ende des Videos (Text wörtlich von Untertiteln übernommen):

"Die deutschen Soldaten besetzen immer noch Afghanistan und wir wiederholen den Aufruf aus dem letzten Video, dass Deutschland seine Truppen aus Afghanistan abziehen soll, dies dient nur zu eurer eigenen Sicherheit in eurem Lande."

Und weiter: "Dasselbe gilt auch für Österreich. Die Mujahideen haben euch bisher noch verschont, deshalb ist die Zahl eurer Getöteten nicht besonders hoch, doch dies wird bald anders sein, da die Taliban eine Winter-Offensive angekündigt haben, und diese Offensive erstreckt sich auch auf den Norden."

"Worte an die österreichische Regierung"
"Abschließend richten wir noch einige Worte an die österreichische Regierung: Wir fordern euch auf, die in Wien festgenommenen Geschwister sofort freizulassen, sonst werdet ihr es noch bereuen dass ihr es gewagt habt, Muslime in eure Gefängnisse einzusperren!"

Während der Drohung sind im Bildhintergrund die österreichische Flagge und Fotos der Regierungsmitglieder zu sehen.

Islamistische Propaganda
Abgesehen von den Deutschland und Österreich betreffenden Stellen werden im Video u. a. die Anschläge vom 11. September 2001 verherrlicht sowie Kritik an der internationalen Gemeinschaft und am "Schleimen" mancher Muslime gegenüber demokratischen Staaten geübt.

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