Schon alles erreicht?

Copperfield hat keine Angst vor der Aufdeckung seiner Tricks.
Als Kind ließ David Copperfield Kaninchen verschwinden, später Menschen, Eisenbahnwaggons und schließlich die Freiheitsstatue in New York. Copperfield hat die Zauberei in den 80er und 90er Jahren zu neuen Höhen geführt, später ist es eher still um ihn geworden.

Sein Problem ist, dass er eigentlich alles gemacht und damit sein Publikum vielleicht zu sehr verwöhnt hat. Er ging durch rotierende Ventilatoren und schritt durch die Chinesische Mauer, er schwebte über den Köpfen der Zuschauer, zersägte seine Assistentinnen und setzte sie wieder zusammen. Was soll da noch kommen?

Tricks schon in der Schulzeit
Schon als Schüler verdiente sich David Kotkin - Kind russisch-jüdischer Einwanderer in New Jersey - ein Zubrot mit Taschenspielertricks und Kartenkunststücken. Mit zwölf wurde er als jüngstes Mitglied in die Gesellschaft der amerikanischen Magier aufgenommen.

Was dann unter dem Künstlernamen David Copperfield folgte, war nach seinem Dafürhalten nichts weniger als eine Revolution: Ein Pausenfüller wurde zum großen Abendprogramm. "Ich habe mir meinen Markt selbst geschaffen."

Tatsächlich magisch?
Das höchste Ziel eines jeden Zauberkünstlers ist es, sein Publikum so zu verblüffen, dass es ihm tatsächlich magische Fähigkeiten unterstellt.

Insofern konnte er eigentlich kein größeres Lob bekommen als von jenem russischen Abt, der vor einem Auftritt in Moskau warnte, schon das Betrachten der "okkulten Handlungen" Copperfields könne "Wahnsinn und Selbstmord" auslösen.

Keine Angst vor Aufdeckung
Doch nicht alle Zuseher sind so gläubig. Je spektakulärer die Nummer, desto größer die Verlockung, einmal hinter die Kulissen zu schauen. Im Laufe der Jahre enthüllten mehrere Buchautoren mit großem Verkaufserfolg, wie die Tricks funktionieren.

Zwei Jahre Vorbereitung stecken in Copperfields Zaubertricks, vor der Aufdeckung habe er dennoch keine Angst: "Ich kann jede meiner Illusionen auf vier verschiedene Arten vorführen. Sollte jemand im Internet eine Vermutung äußern, ändere ich einfach die Methode." Jede Mutmaßung ist daher "gut für mich, sie bringt mehr Publicity".

21 Emmys
21 Emmy Awards kann der Zauberer sein Eigen nennen, im Laufe seiner Karriere verkaufte er mehr Tickets als Elvis und Michael Jackson, bei durchschnittlich über 500 Shows pro Jahr ist das allerdings nicht verwunderlich.

Privat funktioniert seine Magie allerdings offenbar nicht ganz so perfekt. Nach sechs Jahren ging seine Beziehung mit dem deutschen Supermodel Claudia Schiffer in die Brüche. Zudem muss sich der Künstler immer wieder mit Presseberichten herumärgern, wonach er homosexuell sei.

Link: