Nach Vergewaltigungsvorwürfen und mysteriösen FBI-Durchsuchungen droht dem Illusionskünstler nun nach der Absage seiner Asien-Tour eine Millionenklage. Das kündigte der Veranstalter in Indonesien am Dienstag an.
Der Anwalt Copperfields wies sämtliche Anschuldigungen zurück, die Tourabsage habe auch nichts mit den sonstigen Problemen zu tun. Von Copperfield selbst gab es keine Stellungnahme - er ist offenbar untergetaucht. Seine nächsten Auftritte stehen erst wieder im November an.
"Wissen nicht, wo er ist"
"Das ist meine schlimmste Erfahrung im Showbusiness", sagte Veranstalter Peter Basuki von der Produktionsfirma Buena Productions dem Online-Nachrichtendienst Kompas in Jakarta. "Ich plane, ihn auf drei Millionen US-Dollar (2,12 Mio. Euro) zu klagen."
Copperfield sollte mit seiner Illusionsschau von dieser Woche an sechsmal in Jakarta auftreten und anschließend in Thailand, Malaysia und Singapur. "Ich habe versucht, Copperfields Agenten und Anwälte zu erreichen, aber die sagen, sie wissen nicht, wo er ist, und es sei schwer, ihn zu erreichen", sagte Basuki. Er hatte 29.000 Tickets für die Shows in Jakarta verkauft.
Depot und Hotel durchsucht
Das FBI hatte vergangene Woche in Las Vegas das Hotel, in dem er regelmäßig auftritt, und eine Lagerhalle des Magiers durchsucht.
Nur selten bekommen andere Menschen Einblick in das Gebäude, in dem Copperfield laut dem Magazin "People" zahlreiche Sportwagen, alte Spielautomaten und kuriose Gegenstände sowie Bücher, Poster und Zauberutensilien aufbewahrt. Auch ein elektrischer Stuhl soll sich in dem Lager befinden.
Computer und Bargeld beschlagnahmt
Die Beamten beschlagnahmten Computer, Kameras und knapp zwei Millionen Dollar (1,4 Mio. Euro) Bargeld. Eine Frau aus Seattle hatte Copperfield nach Medienberichten beschuldigt, sie im Sommer auf den Bahamas vergewaltigt zu haben. Der Magier soll auf den Bahamas eine Ferienanlage besitzen, die aus vier Inseln besteht.
Anwalt: "Vorwürfe falsch"
Copperfields Anwalt sagte dem Internet-Dienst TMZ.com zufolge: "Obwohl uns die Behörden nicht gesagt haben, wer die Frau ist, wissen wir, dass die Vorwürfe falsch sind. David Copperfield hat nie jemanden zu etwas gezwungen." Er sei zuversichtlich, dass die Ermittlungen zu Copperfields Gunsten ausfallen würden.
Die Frau aus Seattle gab Medienberichten zufolge an, der Vorfall habe sich schon im Sommer ereignet. Sie sei aber erst nach ihrer Rückkehr in die USA zur Polizei gegangen.
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