Sicherheitsfirma dementiert

Die US-Regierung will sich zu den Vorwürfen nicht äußern.
Die umstrittene US-Sicherheitsfirma Blackwater ist laut der Zeitung "The News & Observer" wegen des Verdachts des Waffenschmuggels in das Visier der US-Justizbehörden geraten. Das Unternehmen könnte demnach automatische Waffen und andere Militärgüter ohne Genehmigung in den Irak geschafft haben.

Anderen US-Medienberichten zufolge könnten die Waffen verkauft worden und in die Hände von Terroristen gefallen sein. Zwei frühere Blackwater-Angestellte kooperierten mit den Behörden bei deren Ermittlungen. Die private Sicherheitsfirma mit Sitz in North Carolina bewacht in Bagdad amerikanische Diplomaten und hat dazu rund 1.000 Mitarbeiter im Irak.

Leibwächter machen ohne Lizenz weiter
Blackwater war nach einer Schießerei in einem Vorort von Bagdad in das Blickfeld des öffentlichen Interesses geraten, bei der vorigen Sonntag mindestens elf Menschen getötet worden waren. Die Leibwächter erklärten, sie hätten lediglich das Feuer erwidert, nachdem auf sie geschossen worden sei.

Iraks Ministerpräsident Nuri el Maliki hat der Firma bis auf weiteres die Lizenz entzogen. Die Diplomaten der US-Botschaft in Bagdad lassen sich trotz des Protests der irakischen Regierung inzwischen wieder von Mitarbeitern der Sicherheitsfirma bewachen. Die US-Regierung versprach eine umfassende Untersuchung.

US-Justizministerium schweigt
Das US-Justizministerium nahm zu den Berichten über eine Verwicklung von Blackwater in Waffenschmuggel nicht Stellung. Die Firma selbst dementierte jedoch scharf. Die Vorwürfe entbehrten jeder Grundlage, hieß es am Samstag in einer Erklärung.

Man arbeite mit den US-Behörden lediglich in einem Fall von zwei ehemaligen Mitarbeitern zusammen, die von der Firma gestohlen hätten und daraufhin gekündigt worden seien. Dies stehe aber nicht im Zusammenhang mit der Arbeit des Unternehmens im Irak.

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