Schon im Nationalratswahlkampf 2006 fürchtete Westenthaler (der zuletzt das schlechte Niveau in der Innenpolitik rund um seinen Verbleib an der BZÖ-Spitze beklagte), Österreichs größte Heiligtümer, die Spitzen der Berge, könnten von Halbmonden statt Gipfelkreuzen geziert werden.
Westenthaler und die Gipfel-Kipferln
Westenthaler war damals einem gefälschten Brief einer Künstlergruppe aufgesessen. Er präsentierte ein Antwortschreiben des Alpenvereins an den Wiener SPÖ-Gemeinderatsabgeordneten Omar Al-Rawi, in dem zum Wunsch Stellung genommen wurde, Halbmonde statt Gipfelkreuzen auf den Bergen anzubringen. Das BZÖ hatte öffentlich stets die Echtheit des Briefes behauptet.
Bis zu diesem Donnerstag. Denn das BZÖ hat einem Vergleich mit Al-Rawi zugestimmt.
"Behauptung unterlassen"
Westenthaler und das BZÖ verpflichten sich laut Vergleich, "die Verbreitung der Behauptung, der Kläger (Omar Al-Rawi, Anm.) hätte die Anbringung von Halbmonden statt Gipfelkreuzen auf österreichischen Berggipfeln gefordert, (...) ab sofort zu unterlassen", berichtete Al-Rawi in einer Presseaussendung.
Außerdem müssen Westenthaler und das BZÖ laut Vergleich Al-Rawi nun 3.000 Euro zukommen lassen. Diese seien als "Spende für Jugend- und Sozialprojekte der Islamischen Glaubensgemeinschaft" gewidmet. Al-Rawi will nach erfolgter Überweisung einen Teil dieses Betrages dem islamischen Kinderchor Hilal (Halbmond) übergeben.
Westenthaler wollte die Angelegenheit am Donnerstag nicht kommentieren: "Sie können 70-mal fragen", so seine Antwort gegenüber Journalisten, "des is mir relativ Blunz'n. Ich werde mich 70-mal an den Vergleich halten: Stillschweigen vereinbart von beiden Seiten." Er habe alles gesagt, so Westenthaler.
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