Zunächst hatte Honsik im Herbst für Aufregung gesorgt, als er offen eine Wahlempfehlung für Strache abgab. Strache hatte damals gemeint, er könne sich gegen eine solche Unterstützung nicht wehren, und das selbst als klare Abgrenzung von Honsik gewertet.
Auslöser der Fotoaffäre?
Erneut im Zusammenhang mit Strache genannt wurde schließlich Honsik, nachdem die Tageszeitung "Österreich" im Jänner Fotos veröffentlicht hatte, die Strache bei wehrsportähnlichen Übungen zeigten.
Von Insidern wurde die Vermutung geäußert, die Fotos seien dem damaligen FPÖ-Volksanwalt Ewald Stadler vom Umfeld Honsiks zugespielt worden. Demnach habe es sich um eine Art Vergeltung im Konflikt zwischen der FPÖ und rechtsextremen Gruppen gehandelt.
Streit Mölzer - Honsik
So trug der FPÖ-EU-Abgeordnete Andreas Mölzer einen Konflikt mit Honsik und anderen Proponenten des rechtsextremen Lagers aus.
Hintergrund des Konflikts zwischen Mölzer und Honsik waren einerseits Verhandlungen mit der nationalkatholischen Liga polnischer Familien über die Gründung eines Bündnisses im EU-Parlament von rechtsextremen, rechtspopulistischen und ultranationalistischen Parteien. Honsik sah dadurch eine Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze zwischen Deutschland und Polen.
"Sorge" um Brenner-Grenze
In der Zusammenarbeit mit Italiens Neofaschistin Alessandra Mussolini, der Enkelin des faschistischen Diktators Benito Mussolini, sahen Honsik und andere Rechtsextremisten wiederum die Anerkennung der Brenner-Grenze.
"Abschied von Andreas Mölzer! Anerkennung von Brenner-Grenze und Oder-Neiße! Er verspottet das Völkerrecht! Nulltoleranz für die Trojanischen Pferde der Haider-Bande in der FPÖ! Der Vielschwätzer in Straches Rücken sollte schleunigst entsorgt werden", schrieb Honsik auf seiner Homepage Ende des Vorjahres.
Mölzers Replik
Mölzer antwortete umgehend im Editorial des von ihm mitherausgegebenen Wochenmagazins "Zur Zeit": "Bekanntlich hatte der Autor dieser Zeilen, um die Verhandlungen mit den überaus schwierigen polnischen Familien-Legisten nicht scheitern zu lassen (...) - eine Erklärung abgegeben, wonach an bestehenden Grenzen im gegenwärtigen Europa, wie etwa der Oder-Neiße-Linie, gegenwärtig nicht zu rütteln sei. Dies gleichzeitig natürlich unter Betonung der historischen Tragödien, des historischen Unrechts, das die Vertreibung der Ostdeutschen bedeutet."
"Doch nicht genug, nun reagierte der Narrensaum: Ein als Frührentner in Spanien domizilierender ehemaliger Nachtportier diagnostizierte messerscharf, dass der 'Verzichtspolitiker Mölzer' das 'trojanische Pferd der Haider-Truppe' in der Strache-FPÖ sei", so der EU-Abgeordnete weiter.
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