Der Bodyguard wurde wegen Nötigung und Körperverletzung zu vier Monaten bedingter Haft verurteilt, weil er am Abend nach der Nationalratswahl den Sprecher von Ex-Justizministerin Karin Gastinger, Christoph Pöchinger, verprügelt hatte.
Westenthaler: "Sehr fröhlicher Abend"
Maßgebliche BZÖ-Proponenten machten Pöchinger für den Parteiaustritt Gastingers verantwortlich, die wenige Tage vor der Wahl dem BZÖ Adieu gesagt hatte.
Westenthaler hatte unter Wahrheitspflicht dem Gericht versichert, nichts von einer Attacke seines Leibwächters mitbekommen, sondern einen "sehr, sehr fröhlichen Abend" verbracht zu haben.
"Relativ dumm daherlügen"
Der zuständige Staatsanwalt Karl Schober kündigte daraufhin Ermittlungen wegen falscher Zeugenaussage an: "Wie es bei Wirtshausraufereien so üblich ist, gibt es Zeugen, die relativ dumm daherlügen. Die werden noch von der Staatsanwaltschaft hören."
Sollte es zu einem Prozess kommen, drohen Westenthaler bei einem Schuldspruch bis zu drei Jahre Haft. Der BZÖ-Obmann gab sich zuletzt zuversichtlich, unbeschadet aus dem Verfahren hervorzugehen: "Da kommt nichts heraus."
Strafe gegen Leibwächter rechtskräftig
Die Strafe für seinen früheren Leibwächter ist mittlerweile rechtskräftig. Dieser hatte die ursprünglich dagegen angemeldete Berufung zurückgezogen und auf weitere Rechtsmittel verzichtet. Daraufhin nahm auch die Staatsanwaltschaft Wien von ihrer angemeldeten Strafberufung Abstand.
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