Folgen für Stoffwechsel

"Alle Venezolaner werden profitieren."
Venezuelas Präsident Hugo Chavez plant, die Uhren in seinem Land eine halbe Stunde vorzustellen. Es gehe bei der Maßnahme um die Auswirkungen auf den Stoffwechsel, erläuterte der Staatschef in einer siebenstündigen Sendung seiner Fernsehshow "Hallo Präsident". Das menschliche Gehirn werde durch Sonnenlicht beeinflusst.

Weniger Zeitverschiebung
Wissenschaftsminister Hector Navarro, der in der Sendung zu Gast war, betonte, von der durch die Zeitverschiebung längeren Helligkeit profitierten "alle Venezolaner bei ihrer Arbeit und in ihren Studien".

Mit der Zeitumstellung läge Venezuela nicht mehr fünf, sondern nun nur noch viereinhalb Stunden hinter der mitteleuropäischen Zeit.

Chavez sieht CIA-Putschvorbereitungen
In seiner TV-Show warf Chavez zudem den USA erneut vor, in den Streitkräften seines Landes Verschwörer für einen Putsch gegen ihn anwerben zu wollen. Damit solle eine von ihm in der vergangenen Woche vorgestellte Verfassungsreform unterlaufen werden, mit der Begrenzungen für die Wiederwahl des Präsidenten abgeschafft werden sollen.

"Die Verschwörung hat bereits begonnen", sagte Chavez in seiner wöchentlichen Radio- und Fernsehsendung. "Die Botschaften zirkulieren in den Kasernen. Die Hand des (US-Geheimdienstes) CIA, das Imperium, steckt dahinter. Sie versuchen einen Putsch."

Putsch vor fünf Jahren überstanden
Vor fünf Jahren überstand Chavez einen Putsch, hinter dem er auch die CIA vermutete. Chavez kennt sich mit Staatsstreichen gut aus, schließlich hatte er sich 1992 selbst an einem Militärputsch gegen die damalige Regierung beteiligt.

Kritiker werfen dem ehemaligen Oberstleutnant der Fallschirmjäger vor, er strebe eine lebenslange Führung in Venezuela wie sein Freund Fidel Castro auf Kuba an.

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