Die 26-Jährige hatte sich zwei Tage früher als erwartet im Frauengefängnis Lynwood am Rande von Los Angeles gemeldet, wie auf der Website der US-Justizbehörden zu lesen war.
Haftantritt in Familienbegleitung
Um 22.30 Uhr Ortszeit (7.30 Uhr MESZ) hatte ihr Anwalt Richard Hutton sie im Haus ihrer Eltern abgeholt. Zusammen mit Hutton, ihrer Mutter Kathy und Schwester Nicky fuhr Paris Hilton zunächst zum zentralen Männergefängnis in Los Angeles und anschließend weiter nach Lynwood.
Hilton wurde zu 45 Tagen Haft verurteilt, nachdem sie gegen Bewährungsauflagen nach einer Verurteilung wegen Alkohols am Steuer verstoßen hatte. An sich hätte sie - gute Führung vorausgesetzt - zumindest 23 Tage hinter Gittern ausharren müssen.
Zuvor Auftritt bei MTV-Gala
Vor dem Haftantritt hatte das Partygirl noch bei der Galaveranstaltung zur Vergabe der MTV Movie Awards in Los Angeles das Blitzlichtgewitter auf dem roten Teppich genossen.
"Ich habe schon ein bisschen Angst, aber ich fühle mich stark", sagte sie bei der MTV-Gala zu der damals noch bevorstehenden Haft. "Ich bin bereit, meine Strafe abzubüßen." Angehörige, Freunde sowie Tausende Fans mit ihren Briefen hätten ihr Mut gemacht und geholfen. "Ich hoffe, dass ich ein Vorbild für andere junge Menschen bin."
"Das ist ein bedeutender Punkt in meinem Leben, und ich muss die Verantwortung für das, was ich tue, übernehmen", zitierte Anwalt Hutton laut der Klatsch-Website TMZ.com seine Mandantin. "In den vergangenen Wochen hatte ich viel Zeit zum Nachdenken, und ich habe gemerkt, dass ich einige Fehler gemacht habe."
Im Spezialtrakt
Hilton war in einem Spezialtrakt des Gefängnisses getrennt von den meisten der 2.200 Insassinnen untergebracht. Die zwölf Zweibettzellen sind Polizistinnen, Beamtinnen und Prominenten vorbehalten. Lynwood wurde erst vor 13 Jahren gebaut. Es ist seit März 2006 ein reines Frauengefängnis.
23 Stunden am Tag musste Hilton in der ihr zugewiesenen Einzelzelle verbringen. Für etwa eine Stunde bekam sie Zeit zum Duschen, Telefonieren und Fernsehen. Mobiltelefone oder gar die von Hilton heiß geliebten BlackBerrys sind streng verboten.
Luxusgefängnis abgelehnt
Um eine "Luxushaft" handelte es sich trotz der Unterbringung Hiltons im Spezialtrakt nicht. Sie habe die Möglichkeit gehabt, in ein "pay jail" zu gehen, ein Luxusgefängnis, für das Prominente extra zahlen müssen, so Hilton vor dem Haftantritt: "Das habe ich abgelehnt, weil ich das Gefühl habe, dass mich die Medien falsch darstellen. Ich wollte ins Bezirksgefängnis gehen, um zu zeigen, dass ich das schaffe und dass ich behandelt werde wie alle anderen auch."
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