Gute Basis mit den Philharmonikern

Vom Ministerium ins Opernhaus: Die Karriere von Dominique Meyer.
Wochenlang ist über die künftige Leitung der Wiener Staatsoper spekuliert worden, doch der Name Dominique Meyer ist erst im Finale gefallen. Der Generalintendant des Pariser Theatre des Champs-Elysees wurde erst am Dienstagabend "für die eine oder andere Funktion" ins Spiel gebracht.

Im Elsass geboren
Der 1955 geborene Elsässer, der als Diplomatensohn unter anderem in Bonn lebte und perfekt Deutsch spricht, soll sich sehr gut mit den Wiener Philharmonikern verstehen.

Meyer leitet seit knapp zehn Jahren das privat geführte Theatre des Champs-Elysees. Zuvor war er Intendant der Oper von Lausanne, doch seine Erfahrungen sind um einiges vielfältiger.

Kulturmanager mit vielen Talenten
Er arbeitete nach seinem Studium für das französische Industrieministerium in einer für die Platten- und Filmindustrie zuständigen Sektion, wurde dann Berater des Kulturministers Jack Lang und war seit 1986 in der Leitung der Pariser Opern tätig. Er half bei der Eröffnung der Bastille-Oper 1989.

Bis 1993 erfüllte Meyer in verschiedenen französischen Ministerien diverse Aufgaben im Bereich Kommunikation und Kultur und kümmerte sich um die Gründung des Fernsehsenders Arte.

Am Theatre des Champs-Elysees setzt Meyer derzeit Schwerpunkte auf die Tudor-Opern Donizettis, auf Opern von Jean-Baptiste Lully ("These", "Armide") und auf norddeutsche Barockmusik von Telemann und Kaiser.

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