Schon demnächst wird Welser-Möst mit Regisseur Sven-Eric Bechtolf Wagners "Ring des Nibelungen" in das Haus am Ring bringen. Am 2. Dezember startet mit der "Walküre" die Neuinszenierung der Tetralogie.
Posten in Cleveland und Zürich
Der Stardirigent leitet seit 2002 das "europäischste" Orchester der USA, das Cleveland Orchestra. Den Posten des Generalmusikdirektors am Zürcher Opernhaus, dem er seit 1995 als Chefdirigent verbunden war, nimmt er seit 2005 ein.
An der Wiener Staatsoper dirigierte er zuletzt "Arabella" von Richard Strauss, ebenfalls mit Bechtolf.
Anfänge beim Schülerorchester
Auf den jungen Franz Möst hatte schon im Linzer Musikgymnasium sein Musiklehrer, der Komponist Balduin Sulzer, gebaut. Ursprünglich wollte er Geiger werden, die Folgen eines Autounfalls verbauten ihm diesen Weg.
Sulzer erkannte die außergewöhnliche Begabung des jungen Studenten und beauftragte ihn, Probearbeiten zu übernehmen. Aus dem Schülerorchester entstand das Jeunesse-Orchester, das bis 1985 sehr erfolgreich von Franz Welser-Möst - den zweiten Nachnamen wählte er als Reverenz an seine oberösterreichische Heimat - geleitet wurde und das erste Orchester war, mit dem der junge Dirigent seine musikalischen Erfahrungen als Leiter sammelte.
Musikdirektor in London und Zürich
Sein Debüt bei den Salzburger Festspielen gab Welser-Möst 1985, ein Jahr später begann die internationale Karriere mit einem Konzert beim London Philharmonic Orchestra, dessen Musikdirektor er in der Folge von 1990 bis 1996 wurde.
In den USA dirigierte er erstmals 1989 beim Saint Louis Symphony Orchestra. An der Zürcher Oper stand er erstmals 1992 am Pult und brachte als Musikdirektor 27 Neuproduktionen hervor. Unter seiner Leitung erhielt das Zürcher Orchester die Auszeichnung "Orchester des Jahres 2000/01" in der Umfrage der Zeitschrift "Opernwelt".
Weltweit gefragt
Welser-Möst stand u. a. an der Deutschen Oper Berlin und beim Glyndebourne Festival am Pult, er arbeitete regelmäßig mit den Wiener und Berliner Philharmonikern, dem Bayrischen Rundfunkorchester und dem Gustav-Mahler-Jugendorchester, dem er eng verbunden ist.
Weiters arbeitete er mit dem Orchestra Filharmonica Della Scala und dem Concertgebouw-Orchester sowie den Orchestern von Philadelphia, Los Angeles, New York und Boston zusammen.
Links: