Der Traditionskonzern ging von der Heidelberger Druckmaschinen AG in den Besitz des im US-Bundesstaat Massachusetts ansässigen Konzerns Monotype Imaging über. Der Geschäftssitz bleibt aber in Bad Homburg im deutschen Bundesland Hessen. Der Kaufpreis wurde nicht bekannt gegeben.
Bereits bisher zusammengearbeitet
Die Linotype-Bibliothek ist eine Sammlung weit verbreiteter Druckschriften wie der Helvetica. Beide Unternehmen haben bereits zusammengearbeitet, versprechen sich durch die Übernahme aber noch größere Einsatzmöglichkeiten für Linotype-Schriften bei Druckern und an Bildschirmen.
Die 1997 von der Heidelberger Druck übernommene Firma Linotype lizenziert die über Jahrzehnte gesammelten Schrifttypen in digitaler Form.
Bezeichnung für Setzmaschine
Ursprünglich war Linotype die Bezeichnung für eine Setzmaschine, die Ende des 19. Jahrhunderts von dem in Deutschland geborenen Ottmar Mergenthaler entwickelt wurde. Das entsprechende Setzverfahren kam vor allem im Zeitungsdruck zum Einsatz und wurde dann vom Fotosatz und später vom Computer abgelöst.
Die Firma Monotype liefert Druckertreiber und ähnliche Technologien. Das Unternehmen verfügt ebenfalls über einen Fonts-Katalog, der weit verbreitete Schriftarten wie Arial und Times New Roman umfasst.
Neue Märkte
Gemeinsam wollen Linotype und Monotype nun die Expansion in neue Märkte wie den Mobilfunk vorantreiben. "Unsere Vision ist die Verbesserung der globalen Kommunikation durch unsere Schriftbilder", sagte Monotype-Chef Robert Givens.
Die Fonts und Technologien sollten sowohl bei Printmedien und Mobilfunkgeräten als auch bei Computern, Fernsehern und Digitalkameras verstärkt zum Einsatz kommen.
Links: