Auch U-Bahn überschwemmt

Schlimmste Regengüsse in New York in mehreren Jahrzehnten.
Überschwemmte Straßen, Stromausfälle und Chaos auf den New Yorker Flughäfen: Frühlingsstürme haben der Ostküste der USA Rekordregenfälle beschert.

Die Regenfälle mit starken Windböen führten am späten Sonntagabend in New York zu Überschwemmungen auf Straßen und in U-Bahn-Stationen.

189 Liter pro Quadratmeter
Knapp 14 Zentimeter Regen fielen allein am Sonntag. Laut dem Lokalsender NY1 war es der regenreichste Tag in 30 Jahren.

Besonders der Central Park war betroffen. Nach Angaben von Meteorologen fielen am Sonntag bis Mitternacht 189 Liter pro Quadratmeter - so viel wie seit 1882 nicht mehr.

Der Nationale Wetterdienst meldete Windspitzen von 114 km/h aus dem Bundesstaat South Carolina. In den Bundesstaaten New Jersey und West Virginia wurde der Ausnahmezustand verhängt.

Traditionelle Parade abgesagt
Die Stadt hatte insgesamt neun Notunterkünfte für eventuelle Evakuierungen zur Verfügung gestellt. Eine traditionelle Parade zum griechischen Unabhängigkeitstag auf der Fifth Avenue musste abgesagt werden.

Hunderte Flüge abgesagt
Der Sturm führte auf vielen Flughäfen zu Verspätungen, auf dem John F. Kennedy Airport mussten die Passagiere bis zu sieben Stunden warten. Insgesamt wurden etwa 500 Flüge gestrichen.

In New York und New Jersey mussten wegen der Wassermassen 20 Straßen gesperrt werden, in der Region gab es Hunderte Verkehrsunfälle. 18.500 Haushalte in drei Bundesstaaten waren zeitweise ohne Strom.

Bloomberg versucht zu beruhigen
Montagfrüh war der Wind abgeflaut, der Regen ließ nach. "Glücklicherweise war der Sturm schwächer als vorausgesagt", sagte New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg. Er forderte dennoch alle Pendler auf, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit zu fahren.

"Es hätte schlimmer kommen können", sagte auch ein Sprecher des Nationalen Wetterdienstes der "New York Times". "Gott sei Dank ist kein Winter, sonst hätte es einen Schneesturm und Schwierigkeiten gegeben."

Zum Bunkern von Lebensmitteln aufgerufen
Bereits am Vortag hatte Bloomberg versucht, die Bevölkerung zu beruhigen. Er rief die New Yorker dazu auf, für die kommenden Tage genug Nahrungsmittel sowie Batterien für Radios und Taschenlampen zu Hause zu haben, falls es zu Stromausfällen kommen sollte.

Mindestens drei Todesopfer
Die Schlechtwetterfront hatte bereits Sonntagfrüh in Washington zu sintflutartigen Regenfällen geführt. Es gab Berichte über mindestens drei Todesopfer infolge des Unwetters, in West Virginia werden zwei Menschen nach einer Sturzflut vermisst. In Florida gab es nördlich der Stadt Tampa Tornadowarnungen.

Schwerster Sturm seit 1992
Beim letzten schweren Nordoststurm in der Region New York waren bei Regen, Schnee und hurrikanartigen Windstärken im Dezember 1992 sechs Menschen ums Leben gekommen.

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