Die Spielsaison beginnt jeweils am 7. Dezember des Jahres und umfasst derzeit rund 100 Vorstellungen.
Wiederaufbau im Eiltempo
Nach der völligen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg (1943) war das Opernhaus 1946/47 in Rekordzeit wieder aufgebaut worden. Dabei passierten einige Fehler: U. a. wurde der Bauschutt unter dem Orchestergraben abgelagert und beeinträchtigte so die Akustik. Eine Grundsanierung wurde notwendig.
Bis auf das Foyer, den Zuschauerraum und die von Stahlträgern gestützten Außenmauern wurde die Scala komplett abgerissen.
Von 2001 bis Anfang Dezember 2004 war das Haus geschlossen, um Akustik und Bühnentechnik auf den neuesten Stand zu bringen. Bei den Maßnahmen sollte der Original-Stil der Inneneinrichtung weitgehend erhalten bleiben.
Unter der Ägide des Schweizer Architekt Mario Botta entstand ein Theater mit modernster Bühnentechnik. Seither kann auf drei Bühnen gleichzeitig geprobt werden. Der neue Bühnenturm erreicht eine Höhe von 38 Metern.
Neueröffnung mit Uraufführung
Wieder eröffnet wurde das Opernhaus am 7. Dezember 2004 mit der Uraufführung der Oper "L'Europa riconosciuta". Unter den 2.000 geladenen Gästen waren auch Sophia Loren, Giorgio Armani und Angehörige mehrerer europäischer Königshäuser.
In der Intendantennachfolge des wieder eröffneten Hauses setzte sich Stephane Lissner gegen Alexander Pereira durch. Lissner will die Scala wieder als ernst zu nehmendes, wichtiges europäisches Opernhaus etablieren. Er plant, stärker Gastdirigenten und wichtige Regisseure zu engagieren. Zudem will er die Zahl der Vorstellungen erhöhen.
Für Lissners erste Scala-Eröffnung am 7. Dezember 2005 setzte er Wolfgang Amadeus Mozarts "Idomeneo" auf den Spielplan. In diesem Jahr wurde die Saison mit Giuseppe Verdis "Aida" in der Regie von Franco Zeffirelli eröffnet. Für den Start der Spielzeit 2007 ist Richard Wagners "Tristan und Isolde" in der Inszenierung von Patrice Chereau geplant.
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