Interessantester Punkt darin ist die Errichtung eines Energie- und Klimaschutzfonds. Wie hoch dieser dotiert wird, wollte Haider vorerst nicht sagen, da dazu noch das Okay der Finanzverhandler aussteht.
Dem Vernehmen nach dürfte die Dotierung aber bei etwa 500 Millionen Euro liegen, wie das schon jüngst von der schwarz-orange Regierung im Ministerrat vereinbart worden war. Ziel der Initiative ist es, dass mittels verstärkter Forschung und Entwicklung erneuerbare Energieträger möglichst schnell wettbewerbsfähig werden.
Schwerpunkt erneuerbare Energien
Ohnehin hat man sich einer Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien verschrieben. Sie soll bis 2010 auf 25 Prozent wachsen, bis 2020 auf 45 Prozent.
Der Anteil an erneuerbarer Stromerzeugung soll 2010 bei 80 Prozent liegen, 2020 bei 85 Prozent. Ein weiterer Schwerpunkt ist in der thermischen Wohnbausanierung geplant.
Breitbandoffensive für ländlichen Raum
Was den ländlichen Raum direkt angeht, soll laut Pröll eine große Breitbandoffensive gestartet werden. Im landwirtschaftlichen Bereich ist eine Exportoffensive für Bio-Produkte angesagt.
Zum Schutz vor Naturkatastrophen sollen in den nächsten Jahren 160 Millionen Euro investiert werden. In Europa will man sich dafür einsetzen, dass Österreich seinen gentechnikkritischen Kurs fortsetzen kann, ohne im Wettbewerb unterzugehen. Beim AKW Temelin möchte die allfällige rot-schwarze Koalition auf die Einhaltung des Melker Prozesses drängen.
Weisungsfreie Medienbehörde
Praktisch einig waren sich Rot und Schwarz auch beim Bereich Medien, Kultur und Sport. So verständigten sich der geschäftsführende SPÖ-Klubchef Josef Cap und Staatssekretär Franz Morak (ÖVP) auf die Einrichtung einer weisungsfreien Medienbehörde mit erweiterten Kompetenzen.
Beim Sport gab es unter anderem ein Bekenntnis zur Abhaltung von Großveranstaltungen. Zudem soll unter anderem etwa für Hobbysportler das Radwegnetz in Österreich verdoppelt werden.
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