Anhänger von rassistischen und nationalsozialistischen Splittergruppen nützen nach Angaben einer Bürgerrechtsgruppe die auf Grund des Soldatenmangels erleichterten Rekrutierungsbestimmungen aus, um in wachsender Zahl in die US-Armee einzutreten.
"Erhebliche Bedrohung"
Die Infiltrierung der Armee sei eine "erhebliche Bedrohung der Sicherheit", teilte das Southern Poverty Law Center mit.
Extremisten würden den Armeedienst systematisch nutzen, um dort "die weltbeste Ausbildung in Kampftaktik und im Umgang mit Waffen und Sprengstoffen zu erhalten". Neonazi-Organisationen könnten zudem in den Reihen der Soldaten leicht Mitglieder werben.
Neonazi-Graffiti in Bagdad
Die Gruppe zitierte einen Ermittler des US-Verteidigungsministers, wonach in der irakischen Hauptstadt Bagdad mehrere Graffiti der US-Rassistengruppe Aryan Nation ("Arische Nation") entdeckt worden seien.
Dem Ermittler zufolge reicht extremistisches Gedankengut "in alle Bereiche der Armee". Der Ermittler warf Rekrutierern vor, "wissentlich Neonazis und Rassisten anzuwerben".
Gefängnisse als Sammelbecken
Weiters wird in Gefängnissen rekrutiert. Gangs wie etwa die Aryan Brotherhood würden eine große Rolle in den internen Machtstrukturen der Haftanstalten spielen, heißt es in einem aktuellen Bericht der Anti-Defamation League.
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