| "Froh, dass es ein Ende hat" | |
Fendrich hat sich in Therapie begeben. |
Rainhard Fendrich steht als Konsument im Mittelpunkt einer Kokain-Affäre rund um einen Dealerkreis, der Wiener Innenstadtlokale und Prominente mit der Droge beliefert haben soll. "Es ist richtig, dass ich seit mehreren Jahren in regelmäßigen Abständen Kokain konsumiert habe", bestätigte der Musiker Mittwochabend in einer Aussendung entsprechende Medienberichte. Mehrere Festnahmen Die Polizei zeigte sieben Personen wegen des Verdachts auf Suchtgifthandel an. Sechs befanden sich in U-Haft, darunter der Wirt eines Restaurants im Regierungsviertel. Fendrich selbst gab sich in einer Stellungnahme zerknirscht. Er habe sich "mehr und mehr in eine Anhängigkeit begeben, ohne es mir einzugestehen. Die Tatsache, dass ich es vor Familie, meiner Lebenspartnerin und Freunden verheimlichen konnte, gab mir das trügerische Gefühl, alles unter Kontrolle zu haben. Erst als ich der Polizei gegenübersaß, wurde mir klar, dass ich ohne fremde Hilfe nicht mehr aus diesem Teufelskreis herauskomme." "Ferrari verkokst" Wie das Magazin "News" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, soll der Sänger in einer Polizei-Einvernahme gestanden haben, "jahrelang Kokain konsumiert zu haben". Demnach wurde in Fendrichs Wiener Hotelzimmer am 4. April 2006 ein Säckchen Kokain gefunden, das er nach eigenen Angaben zum persönlichen Verbrauch von Drogendealern gekauft hatte. Fendrich gestand der Polizei, er habe über den Zeitraum von 15 Jahren so viel Kokain von seinem Händler gekauft, dass dieser "sich mit dem Erlös einen Ferrari hätte kaufen können". Weitere Promis sollen betroffen sein Der Austropopper habe sich dem Bericht zufolge nicht nur geständig gezeigt, sondern auch Bezugsquellen, Umschlagplätze und weitere Kunden genannt. Darunter sind angeblich ein heimischer Filmproduzent, ein namhafter Regisseur, ein bekannter Journalist und ein prominenter Heurigenwirt zu finden. Des Weiteren soll Fendrich laut "News" von "Koks-Sessions" in der Werkstätte eines Wiener Promi-Schneiders berichtet haben. Von seinem Kokain-Missbrauch habe sie nichts gewusst, sagte indes Fendrichs Ex-Frau Andrea - mehr dazu in oesterreich.ORF.at. "Skandalös, dass es in der Zeitung steht" Fendrichs Anwalt bestätigte am Mittwoch, dass der Sänger ein Drogenproblem hat. Sein Mandant sei "froh, dass es ein Ende hat", sagte Anwalt Manfred Ainedter der Nachrichtenagentur APA nach einem Gespräch mit Fendrich, der sich zurzeit auf Mallorca befindet. "Er hat erkannt, dass er das alleine nicht mehr schafft, und hat sich in Therapie begeben." Empört zeigte sich der Rechtsanwalt darüber, dass die Geschichte an die Öffentlichkeit gelangte: "Ich finde es skandalös, dass das in der Zeitung steht. Ich weiß von allen Beteiligten sowohl bei der Staatsanwaltschaft als auch bei der Polizei, dass zugesagt wurde, dass nichts an die Öffentlichkeit geht. Das kann nur unter Verletzung des Strafrechts geschehen sein." Vier Wochen mit Arzt abgetaucht Fendrich schreibt in seiner Aussendung von einem langen Kampf gegen die Sucht: Schon in der Vergangenheit habe er mehrmals versucht, von den Drogen loszukommen - "mit wenig Erfolg. Da ich immer unter Stress darauf zurückgegriffen habe und gedacht habe, jeder Zeit damit aufhören zu können", so Fendrich weiter. Letztendlich sei er froh, "dass ich durch die jetzige Situation den Anstoß bekommen habe, eine Entziehungskur zu machen". Dazu habe er sich vier Wochen mit einem Arzt seines Vertrauens auf Mallorca zurückgezogen. "Nur mir allein geschadet" "Ich stehe weiterhin unter ärztlicher Betreuung und weiß jetzt, dass ich diese Behandlung erfolgreich abschließen werde", gab sich der Sänger optimistisch. "Abschließend möchte ich bemerken, dass ich nur mir allein geschadet habe und keinerlei andere Personen zu Schaden gekommen sind", sagte Fendrich. Link: |
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