Spaniens Medien haben auf den Vorstoß, Menschenaffen Grundrechte einzuräumen, mit Polemik reagiert.
Die bürgerliche Zeitung "El Mundo" ließ sich davon nicht überzeugen und wandte ein: "Wir sollten uns in Spanien beim Tierschutz um näher liegende Probleme kümmern wie zum Beispiel um die Frage des Stierkampfs."
In einer Umfrage des Blattes sprachen sich 77 Prozent der Leser gegen das Vorhaben aus.
"El Pais": Bekommen Affen auch Pension?
In der linksliberalen "El Pais" witzelte der Kolumnist Andreu Buenafuente: "Als Nächstes sollen die Menschenaffen noch Pensionsansprüche und das Recht auf Bäume mit 30 Quadratmeter Wohnfläche erhalten."
Eine gefährdete "Menschheit"
Dem sozialistischen Abgeordnete Francisco Garrido, der das Vorhaben im Parlament vorgelegt hatte, ist nicht nach Witzen zu Mute. Für ihn sind die Menschenaffen "genetische Gefährten der Menschheit".
"Die Menschenaffen besitzen eine Selbstkontrolle und einen Sinn für die Vergangenheit und die Zukunft", betonte der Parlamentarier.
"Sie trauern über den Tod von Angehörigen, sie teilen sich die Nahrung, sie gehen feste Beziehungen ein und erlernen die Benutzung von Werkzeugen. Sie sind keine Menschen, aber sie gehören zu unserer Familie."
"Sind die Cousins der Schimpansen"
Der Philosoph Jesus Mosterin ergänzte: "Wir Menschen sind nicht die Kinder der Götter, sondern die Cousins der Schimpansen."