| Der Affe rückt dem Menschen näher | |
Grundrechte sollen Menschenaffen in Spanien schützen. |
Sollen Menschenaffen so etwas wie Menschenrechte erhalten? Die regierenden Sozialisten haben sich in Spanien die Forderungen des internationalen "Projekts Menschenaffen" zu Eigen gemacht und im Parlament eine entsprechende Initiative gestartet. Der Vorschlag sieht vor, dass Schimpansen, Gorillas, Orang-Utans und Zwergschimpansen auf Grund ihrer Verwandtschaft mit dem Menschen bestimmte Grundrechte erhalten. Drei Grundrechte für die Affen Drei Rechte sollen den Menschenaffen zugesprochen werden:
Projekt seit acht Jahren Das "Projekt Menschenaffen" wurde vor acht Jahren gestartet und wird nach eigenen Angaben von Wissenschaftlern an 70 Universitäten unterstützt. "Wenn Spanien die Vorschläge annimmt, wäre es nach Neuseeland weltweit das zweite Land, das unseren Empfehlungen folgt", sagt Pedro Pozas, der Generalsekretär des Projekts in Spanien. "Zu viel Fortschritt führt zu Lächerlichkeit" Das Vorhaben löste in Spanien erheblichen Wirbel aus und stieß zum Teil auf heftige Kritik. "Zu viel Fortschrittlichkeit führt zur Lächerlichkeit. Die Regierung will den Affen Rechte einräumen, die sie ungeborenen Kindern versagt", meinte der Erzbischof von Pamplona, Fernando Sebastian, unter Hinweis auf die Problematik der Abtreibung. Auch Amnesty erstaunt Die Chefin der spanischen Sektion von Amnesty International, Delia Padron, beklagte: "Es ist erstaunlich, dass den Affen Menschenrechte zugesprochen werden sollen, obwohl noch nicht einmal alle Menschen diese Rechte besitzen." Falsche Übersetzung? Umweltministerin Cristina Narbona unterstützt die Initiative, stellte aber zugleich klar: "Es geht um gewisse Grundrechte und nicht darum, den Affen die Menschenrechte zuzuerkennen. Das ist ein Missverständnis, das durch eine falsche Übersetzung aufgekommen ist." Links:
|
||