Baigents "Gottesmacher"

Das Buch zum Prozess zum Bestseller zum Film.

  Für alle, die Verschwörungstheorien lieben, ist es der perfekte Zeitplan - zunächst ein großer Plagiatsprozess, dann ein neues Buch und schließlich ein mit Spannung erwarteter Hollywood-Film.

80.000 Exemplare auf dem Markt

Einen besseren Termin hätte es also kaum geben können, um die neuesten 378 Seiten von Michael Baigent auf den Markt zu bringen, jenem Sachbuchautor, der sich mit Bestseller-Autor Dan Brown wegen dessen Welterfolges "Sakrileg" angelegt hat.

Entsprechend ist die Auflage: "Die Gottesmacher - Die Wahrheit über Jesus von Nazareth und das geheime Erbe der Kirche" (Lübbe) ist mit 80.000 Exemplaren in den Buchhandel gekommen.

Prozess macht Schlagzeilen

Für ein Sachbuch ist das gewaltig. Aber das hat auch gute Gründe. Der 58-jährige Neuseeländer hat Brown und dessen Verlag Random House vorgeworfen, die entscheidenden Ideen für "Sakrileg" aus seinem Sachbuch "Der Heilige Gral und seine Erben" abgekupfert zu haben.

Der Plagiatsprozess sorgte weltweit für Aufsehen. Baigent streitet allerdings ab, dass die Termine von Prozess, neuem Buch und Start der "Sakrileg"-Verfilmung aufeinander abgestimmt sind, und spricht von "reinem Zufall".

Jesus als politische Figur

In Baigents neuem Buch geht es wieder um allerlei Verschwörungstheorien, die den Lesern von "Sakrileg" und dem "Heiligen Gral" bekannt vorkommen dürften.

Zum Beispiel die Fragen, ob Jesus wirklich am Kreuz starb, ob er mit Maria Magdalena verheiratet war, ob die beiden Kinder hatten und eine Erblinie gründeten.

Mehr als in früheren Werken beschäftigt sich Baigent aber mit Jesus als politischer Figur und der Frage, was die katholische Amtskirche aus seinem Glaubensansatz machte.

Autor verspricht neue Erkenntnisse

Für Baigent, der einst seine Doktorarbeit über den magischen Symbolismus in der Renaissance schrieb, ist es bereits das 13. Buch. Trotzdem, so verspricht er seiner Leserschaft, sei er zu neuen Erkenntnissen gelangt.

Auch für das 14. Buch hat Baigent schon Ideen, er will in den nächsten Monaten allerdings etwas kürzer treten: "Der Prozess war enorm anstrengend. Davon muss ich mich erst einmal erholen."

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