Von der Öffentlichkeit abgeschirmt

Der Hollywood-Star soll in Südkalifornien in der Lehre der Sekte unterwiesen worden sein.

  Hollywood-Star Tom Cruise ist nach einem Zeitungsbericht auf einem abgeschirmten Anwesen in Südkalifornien in der Lehre der Scientology-Sekte unterwiesen worden.

Die "Los Angeles Times" berichtete jüngst, dabei sei ihm Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre ein persönlicher Berater zur Seite gestanden. Ehemalige Scientologen erklärten, Cruise habe in einem Bungalow nahe einem Golfplatz gewohnt.

Speziell abgestellte Mitarbeiter hätten ihm Essen bereitet, seine Wäsche gewaschen und seien ihm rund um die Uhr zur Verfügung gestanden.

Dauergäste Cruise und Kidman

Der Ex-Scientologe Bruce Hines sagte den Angaben zufolge, er habe acht Jahre auf dem Anwesen bei Helmet, 150 Kilometer östlich von Los Angeles, verbracht.

Außer Cruise und seiner damaligen Partnerin Nicole Kidman habe sich dort niemand sonst länger aufgehalten. Der Schauspieler sei mit einem Hubschrauber oder einer Limousine gekommen und einmal mehrere Wochen geblieben.

Blumenwiese für das Star-Paar

Das frühere Sektenmitglied Maureen Bolstad berichtete der Zeitung zufolge, zwei Dutzend Scientologen hätten vor 15 Jahren Tag und Nacht daran gearbeitet, eine Wiese mit Feldblumen anzulegen, auf der sich das berühmte Hollywood-Pärchen habe vergnügen sollen.

Scientology dementiert

Der Leiter der Abteilung für besondere Angelegenheiten von Scientology International, Mike Rinder, sagte, die Behauptungen gründeten sich auf die Aussagen von "Abtrünnigen".

Cruise habe sich seit Beginn der 90er Jahre nicht lange auf dem Anwesen aufgehalten und praktisch alle seine Unterweisungen anderswo erhalten. Die Geschichte mit der Blumenwiese sei offenbar eine Verwechslung mit Reparaturarbeiten nach einem Erdrutsch 1990.

Teurer Ausbau

Nach Unterlagen der Behörden hat Scientology seit 1998 mindestens 45 Millionen Euro in den Ausbau des Anwesens gesteckt, das nun über ein Video- und Tonstudio verfüge.

Dort gebe es auch eine mehrere Millionen Dollar teure Villa, die nach Angaben von Ex-Scientologen für eine eventuelle Rückkehr des 1986 gestorbenen Scientology-Gründers L. Ron Hubbard errichtet wurde. Rinder sagte, es handle sich um ein Museum.

Links:

 
  ORF.at